Logbuch „Teilhabe ermöglichen und Lebenswelten verstehen!“

von | 14.03.22 | Jugendkunstschulen / Kulturelle Jugendarbeit

Hat sich eure Haltung allgemein und zum Thema Teilhabe nach Station 1 verändert?

Teilhabe von Kindern und Jugendlichen gehört zu den Kernthemen Kultureller Kinder- und Jugendarbeit. Für kurzfristige Projektarbeit funktioniert Teilhabe solange die Kinder und Jugendlichen einen Mehrwert darin sehen (Stichwort: Selbstwirksamkeit). Langfristige Teilhabe sollte konzeptionell gestützt sein und begleitet werden. Weiterhin muss mit der Fluktuation der Kinder und Jugendlichen gerechnet werden. Teilhabe soll Spaß machen. Wichtig ist: Partizipation mit weit gefassten Grenzen im Rahmen unserer Einrichtungsziele.

Inwiefern ist Partizipation bisher Teil eurer Arbeit?

Kinder und Jugendliche möglichst in allen Phasen einzubeziehen ist eines der grundlegenden Ziele von Jugendkunstschulen, der LKJ und ihrer Landesarbeitsgemeinschaften.

Welche Impulse für das Medienkonzept habt ihr aus Station 2 mitgenommen?

Impulse zur Frage, wie wir Teilhabe und Partizipation mit Unterstützung digitaler Medien in unserem Feld  voranbringen.

Welche Tipps würdet ihr anderen Medienkonzept-Gruppen zum Thema
(digitale) Teilhabe und Teilhabe am Medienkonzept mitgeben?

Was ist gut gemeint und was tatsächlich gut gemacht? Der Input zur Planung bzw. Wirklichkeit von beteiligungsorientiertem Handeln war hilfreich.

Partizipation kann stufenweise gedacht werden, eine Einbeziehung der Teilnehmenden als Vorstufe der Mitbestimmung ist bereits wertvoll, um Teilhabe zu ermöglichen.

Hat sich eure Haltung zum Thema Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen nach Station 3 verändert?

Nicht grundlegend. Lebensweltbezug gehört ebenso wie Teilhabe und Partizipation zum Selbstverständnis der Kulturellen Jugendarbeit. Hilfreich fanden wir die Präsentation der fjmk zur aktuellen Studienlage.

Warum ist Lebensweltorientierung an der Schnittstelle Medienpädagogik und Kultureller Bildung eurer Meinung nach so wichtig?

Kulturelle Bildung bietet die Möglichkeit, Lebenswelten künstlerisch / ästhetisch zu transformieren. Medien sind Lebenswelt der Jugendlichen, Kunst wird medial, Medien werden zu Kunst, die Grenzen werden fließend, deshalb ist Offenheit der Kulturellen Kinder- und Jugendarbeit für digitale Jugendkultur wichtig.

Wie wollt ihr in Zukunft up to date bleiben? Welche Orientierung braucht es hierfür im Medienkonzept?

Neugierig bleiben, mit Jugendlichen über ihre Lebenswelten ins Gespräch kommen. Zusätzlich über Dozent*innen als Mittler Informationen über die Lebenswelt bekommen. Medien- und Kulturscouts treten als Vermittler*innen zwischen Jugendlichen und Institutionen auf. Cringe sind wir sowieso, aber wir können Achtsamkeit im Umgang mit Medien vermitteln.

Interdisziplinäre Methoden und Projekte – Welche Chancen und Herausforderungen seht ihr? Wie wollt ihr diesen begegnen?

Jugendkunstschulen und die LKJ arbeiten spartenübergreifend und interdisziplinär. Uns beschäftigt unter anderem, inwieweit sich unser Bereich der kulturellen Jugendarbeit auch ästhetisch weiterentwickeln kann, welchen Stellenwert Digitalisierung, Medienpädagogik, aber auch Medienkunst für unsere Arbeit hat bis hin zur Auseinandersetzung mit der Frage, ob siche eine eigene/neue Sparte aufbauen lässt, die dann wiederum mit bereits bestehednen Sparten enge verzahnt werden kann.

Welche nächsten Schritte in der Konzeptentwicklung sind für euch noch offen?

Erste Eckpunkte / Bausteine zur Frage “Was gehört in unser Medienkonzept” haben wir gesammelt und erörtert. Jetzt gilt es weiter zu bündeln. Was ist von allgemeiner Bedeutung? Was gehört eher auf die Ortsebene?

Wo seht ihr eure nächsten Herausforderungen auf der Reise?

Eine erste Sammlung von Eckpunkten zum Medienkonzept liegt vor. Jetzt gilt es weiter zu strukturieren, zu fokussieren und auszudifferenzieren.

Station 2 und 3 eurer Reise in drei Worten:

Zugewandt, Zielorientiert, Zeitgemäß

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