Die Stationen „Kreativität leben!“ und „Technik begreifen!“ im Überblick

von | 18.11.22 | C.NEWS, Kreativität leben, Technik begreifen

Kreativität leben!

Ein zentraler Aspekt medienpädagogischer Arbeit ist die Ermöglichung von Kreativität und mediengestützter Expression. Kinder und Jugendliche, aber auch Fachkräfte sollen dabei gefördert werden, Medien nicht nur zu verstehen, sondern auch selbst zu (re-)produzieren. Daher haben wir uns im Rahmen der Station mit aktiver und kreativer Medienarbeit auseinandergesetzt und euch sowohl einen theoretischen als auch praktischen Einblick in das Thema gegeben.

Den Anfang machte das einführende Video vom Jugendhilfe-Navi. Darin wurden zunächst grundlegende Begriffe definiert. Um passende Tools für den kreativen Ausdruck auszuwählen, ist es wichtig, sich auch mit der Medienwirkung zu beschäftigen. Daher wird im Video erklärt, welche Fähigkeiten in welchem Alter Kinder im Umgang mit Medien haben. Mit diesem Wissen ausgestattet ist es Zeit, euch zu zeigen, nach welchen Prinzipien eigentlich Angebote gestaltet werden können. Im letzten Videokapitel wartet ein weiteres Highlight auf euch: Das Jugendhilfe-Navi-Team stellt euch drei ihrer Lieblingstools vor und stellt den Bezug zum medienpädagogischen Einsatz her.

Nach dem Video erwartete euch ein umfassender Artikel zum Thema „Praxistipps für die kreative Medienarbeit“. Viele verschiedene Tools und Methoden werden auf dem Markt angeboten, um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen mit Hilfe von kreativen Medienangeboten zu fördern. Doch wo findet man überhaupt geeignete Tools und Methoden, um ein zielgruppenorientiertes Angebot zu konzipieren und durchzuführen und wie fängt man an? In diesem Artikel geben wir euch Tipps für die Konzeption und Durchführung von kreativen Medienangeboten und helfen euch dabei, Schwerpunkte für eure Einrichtung zu wählen. Zum Abschluss gab es noch ein ganz besonderes Bonbon: In unserer Conceptopia Kreativ-Tool-Sammlung haben wir eine Auswahl an Programmen, Apps und Links zusammengestellt, mit denen wir gerne und oft arbeiten und die wir für eure ersten Projekte nur empfehlen können.

Sowohl im Video als auch im Blogbeitrag kommt der Begriff Making vor, der für viele noch unbekannt ist. Daher haben wir in unserem Blogbeitrag die Frage gestellt: Was ist pädagogisches Making? Das Phänomen erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit in der Kinder- und Jugendarbeit. Wir haben für euch zusammengefasst, was Making bedeutet und welches Potenzial wir darin für die Bildung junger Menschen sehen. Im Artikel findet ihr außerdem Empfehlungen für die Konzeption eines eigenen Making-Angebots, die Grundausstattung eines Makerspaces sowie weitere Literaturempfehlungen, falls ihr euch weiter in das Thema einlesen möchtet.

Um die Station „Kreativität leben!“ abzurunden ist außerdem der Artikel „Kulturelle Bildung: Herausforderungen, Neuorientierung und Potenziale eines interdisziplinären Ansatzes“ erschienen. Die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit ist eines der wichtigsten Arbeitsfelder im Bereich der kulturellen Bildung. Hier finden Fachkräfte aus Pädagogik, Kunst und Kultur zusammen und initiieren subjektorientierte Angebote, die sich an der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen orientieren und Teilhabe an Kunst, Kultur und Medien ermöglichen. Dieser Artikel verdeutlicht dabei unsere Perspektive darauf, wie wichtig der Prozess der Neuausrichtung ist, um Kunst und Kultur wirklich für alle Menschen zugänglich zu machen und dass es Zeit ist, sich neu zu positionieren und zu orientieren. Dabei geben wir euch einen Einblick in die Erstellung eines Medienkonzepts aus der Perspektive der kulturellen Bildung und stellen außerdem das Projekt participART – Medien.Kunst.Pädagogik vor, das einen strukturellen Ansatz verfolgt.

Technik begreifen!

Eine weitere herausfordernde und häufig unterschätzte Hürde kann die vermeintliche Abhängigkeit von Technik sein. Wenn man nun, aufbauend auf dem eigenen Medienkonzept, ein spannendes Angebot entlang der Interessen und der Lebenswelt der Zielgruppen entwickelt und sogar die Finanzierung steht, kann es sehr frustrierend sein, wenn im Verlauf des Angebots die Ausstattung nicht mitspielt. Der Blogpost „Aktive Medienarbeit und Technik – Tipps zur Planung und Gestaltung von medienpädagogischen Angeboten“ macht den Anfang im Bereich „Technik begreifen“ und soll bestärkend präventiv wirken, um mögliche Stellschrauben zur Vorbereitung von Angeboten und zum Management von Technik aufzeigen, um die Kompetenzen von Zielgruppen und Mitarbeitenden zu fördern. Dazu diskutierten wir unsere Erfahrungen zur Vorbereitung von Veranstaltungen und Abwägungen zu verschiedenen technischen Anschaffungen wie auch Bezugsquellen.

Zu guter Letzt ist die sechste Folge des Jugendhilfe-Navi Podcasts erschienen. Das Team durfte dabei Anja Pielsticker von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e.V. als Gast begrüßen. Im Podcast geht es um Technik, Mediennutzungskompetenz und medienpädagogische Kompetenz. Anja hat uns passend dazu einen spannenden Einblick in die GMK-Projekte #DigitalCheckNRW und GMK-M-Team gegeben.

Aktive und kreative Medienarbeit gehen mit Technik Hand in Hand. Um ihre Verschränkung zu betonen, wurden die Stationen „Kreativität leben!“ und „Technik begreifen!“ zusammengeführt. Aktive und kreative Medienarbeit in Form von Methoden, Tools und Projektideen sollten in eurem Medienkonzept deshalb nicht fehlen. Dabei ist wichtig, dass ihr die Vielzahl der Angebote und Schwerpunkte eurer Einrichtungen verdeutlicht. Um up-to-Date zu bleiben, stellen Hinweise auf Informationsquellen eine hilfreiche Ergänzung dar. Wir raten jedoch davon ab, Links und aktuelle Trends aufzulisten, denn diese können sich schnell verändern. Für zukünftige Projekte könnt ihr potenzielle Kooperationspartner*innen – also z.B. uns, die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW oder euer lokales Medienzentrum – in das Kapitel integrieren. Damit das Medienkonzept auf vielen Ebenen Orientierung schafft, sollten sich Technik und Tools dort wiederfinden. Diese Orientierung kann durch erprobte und möglichst niedrigschwellige Prozessbeschreibungen oder Workflows und Checklisten entstehen oder auch durch die Nennung von Ansprechpersonen, die Hilfestellungen bieten.

Nach diesem Ritt durch die Themen Kreativität und Technik schließen wir die Doppel-Station ab. Ihr befindet euch auf der Zielgraden! Wir wünschen euch eine gute Weiterreise mit der CONCEPTOPIA.RINGBAHN und wir sehen uns an der letzten Station „Konzepte verankern!“ wieder. Bis bald!

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