Logbuch „Lebenswelten verstehen“

von | 11.11.22 | C.SCHMIEDE, Jugendkulturhaus CULTRA, Lebenswelten verstehen!, Modellgruppen

Hat sich eure Haltung zum Thema Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen nach Station 3 verändert?

Nicht wirklich. Um Aspekte erweitert und konkretisiert.

Warum ist Lebensweltorientierung im Rahmen von Medienpädagogik eurer Meinung nach wichtig?

Im Kontext von kultureller Bildung und kreativer Medienarbeit ist die Lebensweltorientierung für uns super wichtig. Aber auch darüber hinaus für die gesamte (offene) Jugendarbeit. Wie sollten wir Jugendlichen begegnen, wenn wir uns vor ihrer Lebensrealität und ihrer Lebenswelt verschließen. Wir sind aufgefordert über vielerlei Wege auf einem aktuellen Stand der Entwicklung zu sein und durch dieses Wissen auch über angepasste Wege mit unserer Zielgruppe zu interagieren. In Bezug auf das postdigitale Zeitalter meint das unserer Meinung nach auch, dass wir im digitalen Raum interagieren aber auch gemeinsam gestalten wollen.

Wie könnt ihr in Zukunft up-to-date bleiben? Welche Elemente braucht es dafür in eurem Medienkonzept bzw. in der Methodenbox?

Da das Medienkonzept als Orientierung und Rahmen für die Querschnittsaufgabe der Medienarbeit dienen soll, wird  an dieser Stelle u.M.n. wunderbar verankert werden, dass hier die Schnittstelle für regelmäßige Befragungen, Recherche, Beobachtung der digitalen Lebenswelt anzusetzten ist. Wie bisher, ohne, dass es konzeptuell verankert war, steht es auf unseren to do´s Lebenswelt  zu sehen, aufzugreifen und damit zu arbeiten. Hierbei ist es uns aber auch wichtig, einen zukunftsorientierten Blick zu ermöglichen, so dass wir nicht ausschließlich auf Trends reagieren, sondern auch proaktiv neue Ideen, Methoden oder Ausdrucksformen anbieten können.

 

Wir möchten im Konzept Empfehlungen festhalten, die es dann regelmäßig anzupassen gilt.

Social Media und Jugendarbeit – Welche Herausforderungen seht ihr? Wie wollt ihr diesen begegnen?

Die Herausforderung liegt vor allen Dingen darin, dass es personelle Ressource und Know How braucht die Social Media Kanäle für die Zielgruppe ansprechend und inhaltlich stark zu bespielen. Die Konkurrenz im digitalen Raum ist enorm – unser Anspruch kompetenzvermittelnde, inspirirerende und anregende Inhalte zu präsentieren hoch. Hier gilt es für die Zukunft finanzielle Ressourcen zu generieren um die Quali- und Quantität der Arbeit im digitalen Raum zu erhöhen. Im schönsten Fall geschieht genau dies auch partizipativ mit einer Jugendredaktion. Hierbei gilt es, neben Kreations-Kompetenz auch redaktionelle Kompetenz zu vermitteln, die trotz ständiger Nutzung der Plattformen nicht automatisch entsteht.

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